Blogschnipsel Bitte Und Danke


#BLOGSCHNIPSEL Nana kommt zu mir und zeigt auf ihr Knie: „Mama Aua“. Ich puste. „Beffa Mama. Danke.“ – „Mama Keks Bitte.“ Nana schaut mich an und wartet, obwohl sie sich frei an der Schublade mit den Naschereien bedienen kann (und das auch tut). Ich gehe mit und wir holen zusammen Kekse. „Danke Mama“, sagt meine Tochter und ich schmelze innerlich gerade dahin, weil ich weiß, dass es von ihr kommt. Ganz echt aus ihrem Herzen. – Wir stehen auf dem Spielplatz, ich will weiter. Nana schüttelt den Kopf. „Rutje Bitte. Einmaa.“ Ich überlege und nicke: „Einmal.“ „Danke Mama.“ Nana rutscht drei Mal, statt einem Mal, danach kommt sie an meine Hand, winkt dem Spielplatz zu und geht mit mir mit. Mein Kind sagt seit Kurzem Bitte und Danke, und es hat sie NIEMALS jemand dazu aufgefordert. Alles was wir getan haben, war es ihr vorzuleben. Sie zu Bitten und uns bei IHR zu bedanken (und bei anderen natürlich auch). Ganz natürlich, nicht stelzern. Nicht demonstrativ bei jedem Keks, sondern einfach dann wenn es passte. Gerade in diesen letzten Tagen bin ich wieder sehr glücklich darüber, unseren Weg zu gehen, wie wir es tun. Es fühlt sich gut an, unser Kind bis heute nie gefragt zu haben, was das Zauberwort sei, sie nie dazu angehalten zu haben, Bitte und Danke zu sagen. Es fühlt sich gut an, dass sie es von sich aus tut. Echt. Ehrlich. Nicht anerzogen. Nicht manipuliert. Nicht Erzwungen. Sie sagt es, weil sie, sie alleine, es will! Und das entgegen vieler Behauptungen, es würde lange dauern, bis sie alleine darauf kommt. Gar nicht. Zugegeben ich bin sogar selber etwas überrascht darüber. Überrascht, glücklich und stolz. Ich könnte sie jedes Mal knuddeln, wenn ihr Stimmchen ein Danke säuselt. Wunderschön. – Es ist übrigens vollkommen okay für mich, zu wissen, dass wieder Zeiten kommen können, in denen sie überhaupt nichts davon sagt. Kein Bitte. Kein Danke. Darum geht es nicht. Es geht nicht darum, ein höfliches Kind zu haben, das Floskeln anwendet. Es geht darum, ein Kind zu haben, das glücklich ist, und das sein Glück zeigt. Durch ein Danke vielleicht. Oder nur durch ein Lächeln und strahlende Augen. Ist der Unterschied denn wirklich so groß? Xx Fiona

Autor: unverbogenkindsein

Literaturstudentin, Mutter und Freigeist <3

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