Tagebuchblog 05.Oktober 2017


Jeden fünften des Monats ruft Frau Brüllen unter dem Hashtag #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) zum Tagebuchbloggen auf. Heute war ein ruhiger Tag, verregnet und angespannt inmitten einer gar nicht so einfachen Phase.

Gegen 01:00Uhr nachts gehe ich ins Bett, nachdem ich wie die meisten Abende an einem Blogbeitrag gearbeitet habe. Es dauert aber noch eine Weile, bis ich wirklich schlafe. Mir geht ziemlich viel durch den Kopf. Als Nana das erste Mal ruft, blinzele ich auf den Wecker. Es ist 06:30Uhr. Papa holt sie rüber ins Familienbett, wo sie sich ankuschelt und weiterschläft.

08:00Uhr Ich wache auf, weil Nana mich anstuppst und nach Papa ruft. Der hat uns schlafen lassen, ist aufgestanden und zu seinem Arzttermin gegangen. Wir stehen auf. Nana geht ins Wohnzimmer, ich bringe ihr ihren morgendlichen Kakao. Sie zeigt auf den Fernseher und fragt schon nach Rebenboben. Regenbogen. Sie möchte Glücksbärchis gucken. Wir kuscheln uns auf den Boden vor die Couch und ich schalte den Tv an. Das machen wir fast jeden Morgen so. Etwa eine halbe Stunde kann ich so nochmal entspannen, richtig wach werden und meine Social Media Kanäle überprüfen. Danach wird auch Nana richtig munter, sie will spielen. Wir tanzen und turnen eine Weile, dann soll ich ihre Legosteine ins Wohnzimmer holen, mit denen wir ein paar Häuser du Türme bauen.

Um 09:00Uhr kommt Papa nach Hause. Er ist weiterhin krankgeschrieben, die Wiedereingliederung abgebrochen. Die Stimmung ist gedrückt. Wir sprechen darüber, wie es weitergeht und mein Mann macht ein paar Telefonate. Gegen 10:00Uhr frühstücken wir. Nana isst, steht dann auf und spielt, während wir weiterfrühstücken. Sie hat sich Sitzkissen auf den Boden verteilt, rennt darüber und springt darauf. zwischendurch beißt sie nochmal von meinem Brötchen ab. Ich stelle vom Handy aus den aktuellen Blogbeitrag online, dann setze ich mich zu Nana auf den Boden. Sie läuft mir ein paar Mal in die Arme. Dann will sie, dass ich mit über die Kissen hüpfe. Als Papa anfängt den Tisch abzuräumen, will Nana ihm helfen.

12:00Uhr Da es immer noch regnet und ungemütlich stürmt entscheiden wir erstmal innen zu bleiben. Nana beschäftigt sich weiter mit den Kissen und macht auch (noch) keine Anstalten raus zu wollen. Ich kümmere mich um den Haushalt, räume auf und putze die Räume durch. Papa kocht für den Abend vor. Nana mag heute nicht helfen, stattdessen beschäftigt sie sich im Wohnzimmer. Irgendwann kommt sie und möchte etwas tun. Papa übernimmt, während ich weiterputze. Die beiden toben und spielen Ball. Als ich fertig bin, machen wir uns Kartoffelgratinküchlein vom Vortag als Snack warm. Nana isst lieber eine Bockwurst. Beim Abräumen will Nana unbedingt den Kressepflanzbehälter von der Fensterbank haben. Aus der Kresse haben wir vor ein paar Tagen Kressequark gemacht, jetzt ist der Topf wieder leer und Nana untersucht ihn neugierig. Papa holt schließlich neue Kressesamen aus dem Schrank und Nana verteilt sie im Topf. Das Wasser kippt sie auch dazu, und setzt nebenbei die Küchentheke unter Wasser. Egal. Wir nehmen Tücher, wischen zusammen das Wasser weg und freuen uns, dass die Arbeitsplatte so schön sauber geworden ist.

14:30Uhr Papa gibt Nana ein Küsschen und geht das zweite Mal heute aus dem Haus. Diesmal zur Therapie. Ich räume wieder ein paar liegengebliebene Sachen zusammen und falte dann die Wäsche zusammen. Nana kommt und hilft mir dabei, sie gibt mir die Sachen an und räumt meine Socken in den Schrank. Wir spielen danach noch eine Weile mit den Kissen, dem Lego und ihren Puzzeln, dann suche ich Hose und Pullover raus und ziehe sie meiner Tochter beim Weiterpuzzlen an. Einen Zopf mag sie auch haben. Der Regen hat aufgehört, sogar etwas Sonne scheint durch, also wollen wir raus gehen. Mit einem Blick auf die Uhr, sage ich ihr, dass wir noch auf Papa warten.

Der kommt um 16:30Uhr nach Hause. Nana springt prompt auf, begrüßt ihn mit Nana Raus Piepa und holt schon ihre Schuhe. Wir lassen sie auch nicht mehr länger warten und gehen los. Eigentlich wollen wir in die Stadt fahren und dort noch nach etwas schauen, aber Nana mag nicht ins Auto. Sie läuft daran vorbei und wiederholt ihren Wunsch, auf den Spielplatz zu gehen. Da der Stadtbesuch nicht wichtig ist, bringt Papa das Auto in die Garage. Nana und ich gehen schon vor zum Spielplatz, der nur ein paar Straßen weiter liegt. Auf dem Weg pflückt Nana ein paar Gänseblümchen. Die Spielplatzzeit ist allerdings nicht sehr lang. Nach einmal Schaukeln und ein Bisschen klettern, ist Nana zufrieden und will nach Hause gehen. Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher zum Supermarkt.

18:00Uhr Wir sind wieder zuhause und toben nochmal ein Bisschen. Eine halbe Stunde später Essen wir zu Abend. Nana mag allerdings nicht. Sie probiert nur einen Bissen und steht dann wieder auf und will lieber malen. Ich lege ihr ihre Malsachen raus, und esse noch zu Ende, bevor ich zu ihr gehe. Als sie an der Tür malt, frage ich sie, ob sie mir helfen will, es wegzuwischen, was sie bejaht und sich von Papa ein Tuch geben lässt. Zusammen machen wir die Tür sauber und ich räume die Malsachen weg.

19:00Uhr Nana will ein Eis essen, was sie aber auch nur halb aufisst. ich räume in der Zwischenzeit schon wieder auf. Gegen 19:30Uhr wird Nana allmählich müde. Sie möchte Tv gucken und wir entscheiden uns dazu eine Tierdoku anzumachen, die mehr oder weniger im Hintergrund laufen kann. Nana spielt dabei, tobt noch ein Bisschen mit Papa. Schließlich geht sie in ihr Zimmer und will Bücher gucken. Wir sitzen in ihrem Bett, gucken in ein erstes Buch und in ein zweites. Nana will alleine Blättern. Sie macht sich einen Spaß daraus, noch ein Buch und noch ein Buch haben zu wollen, in das sie einmal kurz hineinguckt, irgendetwas benennt und es dann aufs Bett wirft. Ich sitze daneben und grinse in mich hinein, als Papa ihr prompt alle ihre Bücher vor sie aufs Bett stapelt. Nana lacht, macht aber fleißig mit ihrem Vorgehen weiter bis sie in alle Bücher einmal reingeschaut hat. Als ich sie frage, was wir jetzt mit den ganzen Büchern machen wollen, steht sie auf und räumt sie zurück ins Regal. Ich helfe ein Bisschen. Danach toben sie und Papa noch eine Runde im Kinderzimmer.

Kurz vor 21:00Uhr reibt Nana sich die Augen und will im Wohnzimmer auf ihrer Matratze kuscheln. Sie hat es sich angewöhnt dort einzuschlafen. Nach einem Wüterich, weil die gewünschte Milch erst zu kalt, und dann doch zu warm ist, kuschelt sie sich schließlich an Papa und ihren Teddy und schläft ein. -Danach setze ich mich an den Laptop und fange an den Tagebuchblog zu schreiben. Zwischendurch sprechen mein Mann und ich wieder über unsere aktuelle Situation, bis er ins Bett geht. Ich tippe noch bis nach Mitternacht weiter. Mein Bett ruft aber auch schon nach mir. Xx Fiona

Autor: unverbogenkindsein

Literaturstudentin, Mutter und Freigeist <3

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