Blogschnipsel Über Toleranz


#BLOGSCHNIPSEL Heute hat mich ein Kommentar dazu veranlasst, über Toleranz und Schwarz Weiß Denken nachzudenken. Ich mag Schwarz Weiß Denken nicht, das Leben ist zu bunt dafür, unser Umgang mit unseren Kindern ist bunt und ich bin der Überzeugung, dass jedes Verhalten einen Grund hat, auch dann wenn es ein unangepasstes Verhalten ist. So wie auch meine Entscheidung für Unerzogen und Gegen Erziehung einen Grund hat. Ich lebe unerzogen, aber ich bin tolerant gegenüber Erziehung; ich weiß, dass ich NIEMANDEM meine Haltung aufdrängen kann. Toleranz bedeutet aber nicht Schön Reden, es bedeutet für mich nicht Beifall zu jubeln und auch nicht zu schweigen über die Schwierigkeiten, die ich sehe. Würde ich Erziehung nicht kritisch betrachten, würde es keinen Sinn machen, darauf Verzichten zu wollen. Es würde dann überhaupt keinen Sinn machen, was ich hier tue. Toleranz bedeutet, anzunehmen, dass Menschen anders handeln, GERADE OBWOHL ich es nicht für gut befinde. Ich spreche niemandem ab, zu erziehen. Das steht mir überhaupt nicht zu. Ich kann auch verstehen, warum Erziehung passiert und warum sie selbstverständlich in unserer Gesellschaft ist. ABER ich bin dagegen, FÜR MICH kommt Erziehung nicht in Frage. Denn dort wo wir erziehen, wo wir anfangen zu verbiegen, laufen wir Gefahr zu zerbrechen. Eine mMn schreckliche Vorstellung gegen die sich alles in mir sträubt. Mit dem Unverbogen Projekt habe ich mich entschieden, öffentlich zu erzählen, WIE wir leben und WARUM. Ich komme dabei nicht drumrum zu erklären, was ICH an Erziehung falsch finde. Damit möchte ich niemanden persönlich angreifen, niemandem seine Gründe und Überzeugungen absprechen, der es anders macht. Das ist nicht meine Intention. Und doch kann ich nicht verhindern, wenn ich über unerzogen schreibe, dass ich Erziehung implizit zu meinem Gegenpol mache -Denn das ist er nun mal, so sehr ich Schwarz Weiß Denken auch selber nicht mag. Jede Haltung, jede Überzeugung hat eine Gegenhaltung, die wir durch unser Handeln und Denken automatisch für uns ausschließen. Ich bin davon nicht befreit, auch wenn ich es gerne wäre. Eine hundertprozentige Loslösung von kategoriebehaftetem Denken ist zwar erstrebenswert, aber sein wir ehrlich, vermutlich ebenso unmöglich in der Umsetzung, wie ein hundertprozentig Erziehungsfreies Leben.  Xx Fiona

Autor: unverbogenkindsein

Literaturstudentin, Mutter und Freigeist <3

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