Tagebuchblog 05.September 2017


Jeden fünften des Monats ruft Frau Brüllen unter dem Hashtag #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) zum Tagebuchbloggen auf. Heute mache ich mit und lasse euch einen Blick in meinen Alltag werfen.

Mein erster Tagebuchblog gilt dabei heute ganz zufällig dem Geburtstag meiner lieben Schwiegermama und beginnt schon in den frühen Morgenstunden. Wir haben die Oma nämlich überrascht und sind unangekündigt am Vorabend eingetrudelt, mitsamt gepackter Tasche zum Übernachten.

Um 0:00Uhr stoßen Oma, Opa, mein Mann und ich mit einem Glas Sekt an, über die Boxen läuft Wie Schön, Dass Du Geboren Bist. Wir quatschen, lachen und feiern fröhlich ein Bisschen in den Geburtstag rein, während Zwergnase im Gästezimmer schon seit gut zwei Stunden schläft. Durchs Babyfon kommt kein Mucks. Gegen 2:00Uhr legen mein Mann und ich uns ebenfalls ins Gästezimmer hin.

Die Nacht ist ruhig. Einmal weint Zwergnase im Schlaf auf, beruhigt sich aber direkt wieder, ohne dass sie aus dem Reisebett raus genommen werden will.

Ziemlich genau um 8:00Uhr morgens wacht unsere Tochter auf, nachdem sie sich schon einige Minuten unruhiger werdend im Bett wälzt. Kaum steht sie im Bett und schaut uns aus wachen Augen an, ruft sie nach ihrer Oma. Es ist das erste Wort, was sie an diesem Tag sagt, als wüsste sie schon genau, dass die Oma Geburtstag hat. Mein Mann kramt mit ihr ihr selbstgemaltes Geburtstagsbild für die Oma heraus, mit dem sie stolz ins Schlafzimmer der Großeltern läuft und es der Oma gibt. Dort döst und kuschelt sie noch ein Wenig, trinkt ihren Kakao, während mein Mann und ich im Nebenraum einen ruhigen Start in den Tag genießen, Mails überprüfen und Kaffee trinken.

8:45Uhr stehen wir ganz auf. Zuerst ziehen wir Zwergnase an. Ihr Kleid möchte sie erst nicht tragen, protestiert etwas, obwohl sie es sich am Vortag strahlend ausgesucht hat –aber das ist natürlich schon viel zu lange her. Wir legen es also beiseite. Dann nimmt sie es sich aber doch wieder, versucht es erst selber und lässt sich dann zu Ende Anziehen. Wir gehen runter ins Wohnzimmer, wo unser Tochter schon nach Opa fragt. Während mein Mann und ich uns als nächstes selber anziehen und fertig machen, geht Zwergnase mit Opa zusammen mit dem Hund Gassi.

10:00Uhr Wir frühstücken gemeinsam auswärts in einer rustikalen Bäckerei. Wir trinken dort einen zweiten Kaffee, essen Brötchen und Croissants mit einer reichlichen Auswahl an Aufschnitt. Zwergnase sitzt im Hochstuhl. Sie verputzt Rührei, Tomaten und Bacon und mümmelt ein Wenig an einer Brötchenhälfte. Als sie satt ist, will sie aufstehen. Während wir gemütlich weiter Frühstücken, läuft sie ein paar Mal um den Tisch, spielt mit meinem zugedrehten Kugelschreiber und einem Schlüsselanhänger. Hin und wieder will sie auf Omas Schoß. Kurz nach 11Uhr brechen wir auf, zunächst zurück zur Wohnung meiner Schwiegereltern. Zwergnase mag allerdings nicht ins Auto. Papa überlegt kurz, dann nimmt er Zwergnase hoch auf den Arm und entscheidet, mit ihr zu laufen, da es nicht sehr weit ist. Zwergnase freut sich und winkt, als sie mit Papa losläuft.

Bei meinen Schwiegereltern machen wir uns nochmal frisch, dann machen wir uns auf den Weg zum Einkaufscenter.

12:45Uhr kommen wir im Einkaufscenter an, schlendern durch die Läden. Oma soll den Gutschein ausgeben, den sie von uns geschenkt bekommen hat. Im Center ist eine kleine Spielmöglichkeit für Kinder, dort machen wir einen ersten Stop, und Zwergnase und Opa können ein Bisschen Toben. Ich bin mir nicht ganz sicher, wer von beiden eigentlich mehr Spaß hat. Meine Schwiegermutter und ich schauen uns derweil in der nächsten Boutique um. Schließlich gehen wir zusammen weiter, essen zwischendurch ein paar Pommes, machen noch einen kurzen Halt an einer Reihe Wassersäulen, die aus dem Boden schießen, und schauen uns weiter in den Geschäften um. Zwergnase bekommt eine Einhorn Lichterkette für ihr Kinderzimmer, die sie toll findet, ansonsten schaffen wir es aber tatsächlich, nicht in den Spielzeuggeschäften zu landen.

15:10Uhr setzen wir uns in ein Café bei den Wassersäulen, die wir vorher schon entdeckt hatten. Zwergnase bekommt eine Tasse mit Milchschaum und nascht von Omas und Opas Kuchen. Zwischendurch steht sie auf und spielt beim Wasser. Bevor wir weitergehen, staubt sie noch einen Lolli aus Mamas Handtasche ab. Gegen 16:00Uhr machen wir uns dann auf den Rückweg. Auf der Fahrt machen wir einen Zwischenstop im Gartencenter, denn Oma will Blumen für den Balkon kaufen. Da Zwergnase im Auto eingeschlafen ist, lassen wir sie dort weiterschlummern. Opa bleibt bei ihr im Auto, während Oma, mein Mann und ich kurz im Geschäft stöbern. Dann fahren wir weiter.

Zuhause bei meinen Schwiegereltern machen wir uns nochmal frisch, und laufen schließlich hungrig zum griechischen Restaurant um die Ecke.

Wir haben einen Tisch auf 18:00Uhr reserviert. Das Wetter ist noch angenehm, wenn auch etwas bewölkt, also entscheiden wir uns draußen zu sitzen. Diesmal sitzt Zwergnase auf einem normalen Stuhl. Sie macht es sich zwischen Oma und Opa gemütlich und bekommt einen Räuberteller. Bei der Vorspeisenplatte nascht sie Brot und gebackenen Käse. Die Oliven probiert sie zwar, spuckt sie aber wieder aus. Stattdessen mag sie Tomaten und Möhren vom Salat haben. Während wir auf die Hauptgänge warten kuschelt Zwergnase auf Omas Schoß. Als das Essen kommt, setzt sie sich aber wieder auf den Stuhl, isst Fleisch und ein paar Pommes. Es ist sehr lecker. Zwergnase isst gut und ist wirklich sehr entspannt. Während wir noch etwas Trinken und unsere Tochter mit Oma spielt und schließlich noch einen Lolli vom Kellner geschenkt bekommt, führen mein Schwiegervater und ich angeregte Gespräche über Straßenlaternen (fragt nicht ;D ). Kurz nach 20:00Uhr brechen wir auf. Der Rückweg führt an einem Kastanienbaum vorbei, und allesamt fangen wir an zu sammeln. Zwergnase hat Spaß. Sie läuft vor oder hinter uns, sammelt, was sie findet und kommt an der Straße an die Hand. Dahinter rennen sie und ich Hand in Hand bis zur Haustür. Auch die Treppen will sie hochlaufen.

Zuhause bei Oma und Opa nascht Zwergnase noch ein paar getrocknete Apfelchips, kuschelt und tobt mit Oma und geht nochmal zusammen mit Opa mit dem Hund raus. Während ich anfange den Tagebuchblog zu tippen, kuschelt Opa sich mit seiner Enkeltochter auf die Couch und liest ihr aus ihrem geliebten Bobo Buch vor. Es ist 22:00Uhr als Zwergnase müde wird. Als wir entscheiden nach Hause zu fahren und unsere letzten Sachen zusammenpacken, läuft unsere Tochter schon zur Tür und sagt Hause. Wir verabschieden uns und fahren. Im Auto schläft Zwergnase nach etwas erzählen schnell ein. Sie verpasst den plötzlichen Regenbruch auf der Autobahn, einen kurzen Schreckmoment, als das Auto über die nasse Fahrbahn rutscht, und schläft auch noch selig weiter, als ich sie aus dem Reboarder nehme, hoch trage und in ihre Bett lege. Im Kleidchen. Die Leggins und die Schuhe hatten wir in Voraussicht schon ausgelassen.

Ich setze mich nochmal ans Tablet. Nach 23:00Uhr schreibe ich den Tagebuchblog zu Ende. Ich bin müde, aber ich werde mich daran gewöhnen müssen um diese Uhrzeit zu arbeiten, also tippe ich los. Gleich werde ich aber ins Bett gehen. Der Tag war lang und schön, für uns, für Oma und für Zwergnase bestimmt auch.  Xx Fiona

Autor: unverbogenkindsein

Literaturstudentin, Mutter und Freigeist <3

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